Computer

Nach Informationen des europäischen Netzwerkes "makeITfair" tun Elektronikfirmen bislang zu wenig, um die Abbaubedingungen der von ihnen verarbeiteten Metalle zu verbessern. Demnach verbraucht die Elektronikindustrie einen immer größeren Anteil der wertvollen Metalle der Welt, aber die Markenfirmen übernehmen bisher kaum Verantwortung für die Sozial- und Umweltbedingungen bei der Förderung der Rohstoffe für ihre Produkte der Informationstechnik (IT). Mehr als die Hälfte des weltweiten Kobalts stammt aus Sambia und der DR Kongo, wo schätzungsweise 50.000 Kinder in den Minen von Katanga arbeiten. Dort ist etwa jeder dritte Bergarbeiter noch ein Kind oder Jugendlicher, manche von ihnen sind erst sieben Jahre alt. Anwohner klagen über den Verlust ihrer Lebensgrundlagen und über Umweltverschmutzungen, die ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Unter den Umweltschäden durch Abgase und Abwässer werden noch mehrere Generationen zu leiden haben. In Sambia gab es allein im Jahr 2005 achtzig tödliche Minenunglücke. Die Minenarbeiter führen ein sehr riskantes und ungesundes Leben: Sie arbeiten ohne Schutzkleidung und müssen den Mineralstaub einatmen, der zu Lungenschäden und Augenproblemen führt. makeITfair fordert Unternehmen wie Hewlett-Packard, Nokia, Philips und Sony auf, sich um die sozialen und ökologischen Risiken zu kümmern, die mit der Förderung von Metallen verbunden sind.

Auf dem Weg zur "fairen" Computer-Maus

Siehe www.phefe.de