Grabsteine

Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie

Südwind-Studie:


"Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie - Eine Mauer des Schweigens?" von Friedel Hütz-Adams

von Friedel Hütz-Adams

Südwind-Institut: Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie - Eine Mauer des Schweigens?, von Friedel Hütz-Adams

Der Import von verarbeiteten Steinen aus China ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Das Land liefert nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 343.000 Tonnen die Hälfte der nach Deutschland eingeführten Endprodukte aus Natursteinen und bestimmt damit maßgeblich die Preise. Hinzu kommen weitere rund 300.000 Tonnen Natursteinimporte aus China, die in anderen Produktkategorien erfasst werden. Über die Sozial- und Umweltstandards bei der Produktion dieser Steine ist nur wenig bekannt. Die vorliegenden Angaben über Missstände in Steinbrüchen, kombiniert mit den Aussagen über besser erforschte Branchen lassen jedoch den Schluss zu, dass eine Überprüfung der Sozial- und Umweltstandards in der Produktionskette dringend erforderlich ist. Kommunen, die mit Steuergeldern Steine erwerben, sollten umgehend eine solche Überprüfung einfordern. Auch die deutschen Importeure dürfen die vorhandenen Probleme nicht ignorieren. Flankiert werden muss der verantwortliche Einkauf mit der Erweiterung des öffentlichen Ausschreibungsrechts. Erst wenn dieses Umwelt- und Sozialstandards einfordert, wird der Druck auf Lieferanten und Importeure wachsen. Download: Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie - Eine Mauer des Schweigens?

Was können Kommunen tun?

Südwind-Studie:


"Missstände in chinesischen und indischen Steinbrüchen - Was können Kommunen dagegen tun?" von Friedel Hütz-Adams

von Friedel Hütz-Adams

Ebenfalls Südwind-Institut: „Missstände in chinesischen und indischen Steinbrüchen - Was können Kommunen dagegen tun? Ein Leitfaden für Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen“

Kommunen gehören zu den Großkunden von Natursteinen. Allerdings belegen Studien, dass im wichtigen Lieferland Indien bei der Herstellung von Steinprodukten oftmals Kinder mitarbeiten. Auch aus China, das im Niedrigpreissektor den deutschen Steinmarkt beherrscht, gibt es viele Hinweise auf schlechte Arbeitsbedingungen in der Natursteinbranche. Zugleich beschließen immer mehr deutsche Kommunen die Einführung sozialer Kriterien bei ihren Ausschreibungen. Diese Entwicklung greift der Leitfaden auf. In einem ersten Schritt wird aufgezeigt, unter welchen Bedingungen in Indien und China Steine hergestellt werden. Im zweiten Teil wird dargelegt, welche Erfahrungen Kommunen sowie Nichtregierungsorganisationen bei der Umsetzung von Beschlüssen gemacht haben, die Rechenschaft über die Produktionsbedingungen angelieferter Produkte verlangen: Wie kann ein Gemeinde- oder Stadtratsbeschluss angestoßen werden? Was ist zu beachten? Wo bestehen Probleme? Download: Missstände in chinesischen und indischen Steinbrüchen - Was können Kommunen dagegen tun?

Natursteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit

XertifiX-Siegel - Natursteine ohne KinderarbeitSeit 2006 gibt es ein Siegel für Grabsteine / Natursteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit. XertifiX ist ein Gütesiegel für Steine, das die Einhaltung fundamentaler Arbeitsrechte in der indischen Steinproduktion garantiert. Das heißt: keine Kinderarbeit, keine Schuldknechtschaft, Zahlung von staatlich festgelegten Mindestlöhnen.

Die Zertifizierung wird von dem unabhängigen Verein XertifiX e.V. geleitet. Er führt unangekündigte Kontrollen in den beteiligten Steinbrüchen durch und garantiert so die Einhaltung der Standards. Siehe weitere Infos unter http://www.xertifix.de

Was kann eine Kirchengemeinde konkret tun?

Infoblatt

Grabsteine-Faltblatt der Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit

von EarthLink

Änderung der Friedhofssatzung dahingehend, dass nur noch Grabsteine ohne Kinderarbeit aufgestellt werden dürfen.

Formulierungsvorschlag: “Granit- und andere Natursteine werden in Indien und anderen Ländern des Südens oft mit Kinder- und Sklavenarbeit hergestellt. Es dürfen daher Grabmale, die in so genannten Entwicklungsländern hergestellt worden sind nur noch dann angeschafft / aufgestellt werden, wenn der unabhängige Nachweis erbracht wird, dass sie aus zertifizierten Betrieben im Sinne der Konvention Nr. 182 der ILO stammen, die nachweislich keine Kinder oder Sklaven beschäftigen. Dies gilt nicht für Natursteine, die vom Steinmetzbetrieb vor Inkrafttreten dieser Regelung beschafft worden sind. Selbstbescheinigungen von Exporteuren / Produzenten, dass sie ohne Kinderarbeit produzieren, erfüllen die oben genannten Bedingungen nicht.

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Rheinland-Pfalz vom November 2008 (vgl. BayVGH vom 4.2.2009):
Was kann zum Ausschluss von schlechten Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Grabsteinen getan werden?
Stellungnahme von Friedel Hütz-Adams, SÜDWIND e.V., Stand vom 18.12.20082008-12-18_grabsteine_arbeitsbedingungen-und-das-urteil-des-ovg.pdf

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